Beteiligung im öffentlichen Raum

Die große weite Welt ist HIER HINTER DER TÜR
Alle Menschen brauchen Orte, in denen sie Gastgeber sein können. Muslimen wird bisher kaum öffentlicher Raum zugestanden. Das Projekt Vielfalt hat ihre Festkultur in den Stadtteil geholt – mit dem Ramadan-Pavillon und dem Zuckerfest.

Hamburger Ramadan Pavillon – Der islamische Bund Hamburg e.V. (2017)

Eine Zeltstadt in St. Georg

Der 5. Hamburger Ramadan Pavillon findet dieses Jahr am Pfingstwochenende statt. Wie immer wird am ersten Wochenende des muslimischen Fastenmonats das Dialogevent vom Islamische Bund e.V., der Schura, dem ikm, „Demokratie leben! St. Georg“ und vielen Kooperationspartnern ausgerichtet. Die Zeltstadt wird drei Tage in St. Georg am Beginn der „Langen Reihe“ stehen. Alle Hamburgerinnen und Hamburger (besonders alle nicht-muslimischen) sind eingeladen zum Dialog, persönlichen Austausch, spannenden Bühnenprogramm, interaktiven Zelten, Infoständen, Kunst und Kultur und zum gemeinsamen Fastenbrechen bei Sonnenuntergang. Die Zeltstadt ist am Pfingstwochenende täglich von 16 –23 Uhr geöffnet, jeder ist willkommen! 

Wirklich besonders ist, dass beim Ramadan Pavillon inzwischen die Vielfalt der muslimischen Gemeinden und Menschen St.Georgs sichtbar wird, und nicht nur eine Interpretation oder Herkunft.

Es folgen bald nähere Informationen zum vielfältigen Bühnenprogramm, wie auch zu den einzelnen Aktionszelten. Wie immer wird es für diejenigen, die mit den Veranstaltern ins Gespräch kommen möchten oder vielleicht einfach beim ersten Pavillon-Besuch gern eine Einführung hätten ein solches Angebot geben.

Führungen an folgenden Terminen:

1) Freitag, 02. Juni, 18 -19 Uhr und 20 –21 Uhr

2) Samstag, 03. Juni, 18 -19 Uhr und 20 –21 Uhr

3) Sonntag, 04. Juni, 18 -19 Uhr und 20 –21 Uhr

Die Führungen dauern jeweils eine Stunde, bitte anmelden unter
noellenburg@ikm-hamburg.de.

Jeder ist eingeladen auch länger zu bleiben, gern zum gemeinsamen Fastenbrechen bei Sonnenuntergang, was ein besonderes Erlebnis ist. Gern Familie oder Freunde mitbringen und auch das Plakat weiterleiten.

Hier die offizielle Website: http://www.hh-rp.de

Stadtteilfest – Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. (2017)

30. Jahre Einwohnerverein St. Georg

Anders als im neuen - 300. - "Lachenden Drachen" angekündigt, wird das Fest nicht am 1. Juli auf dem Hansaplatz, sondern am Samstag, den 23. September, im und um das neue Integrations- und Familienzentrum (IFZ) an der Rostocker Straße/Ecke Kirchenweg stattfinden.  

Das Stadtteilfest ist einer der jährlichen Höhepunkte des Stadtteils, bei denen es gelingt, durch unterschiedliche Angebote Menschen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft zusammenzubringen. Es ein gelungenes Beispiel zivilgesellschaftlichen Engagements für eine offene, friedliche, multikulturelle Gesellschaft und vor allem - Nachbarschaft. Die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen kulturellen, politischen, christlichen und muslimischen Einrichtungen aber auch Bemühungen um die Einbeziehung von Geflüchteten werden den Veranstaltenden auch in diesem Jahr wieder ein besonderes Anliegen sein.
Das Fest wird finanziert durch das Bundesprojekt „Demokratie leben! St. Georg Borgfelde-Hamm“.

„30 Jahre Einwohnerverein St. Georg – Da könnt ihr wirklich stolz drauf sein, Gratulation! Ich verbringe seit zwölf Jahren den Großteil meiner Zeit in St. Georg und von Anfang an war der Einwohnerverein ein Name, den jeder kennt. Nicht jeder liebt euch, aber das ist ja auch nicht gewollt. Anecken, eure Meinung sagen und sich vor allem auch aktiv für eure Meinung einsetzen, dafür seid ihr bekannt und genau dafür habe ich euch über die Jahre wirklich schätzen gelernt. 

Ihr seid von Anfang an aktiv bei „Vielfalt St.Georg-Borgfelde-Hamm“ dabei gewesen und wir haben schon vieles zusammen bewirken können für das Miteinander unterschiedlichster Menschen und Gruppen. Im Gegensatz zu vielen anderen Aktiven des Stadtteils seid ihr wirklich Bewohnerinnen und Bewohner und fühlt euch manchmal damit in der Minderheit, das verstehe ich. Daher freut es mich umso mehr, dass ihr euch in den letzten Jahren intensiv mit einer interkulturellen Öffnung beschäftigt habt und nicht zuletzt auch mit der Religiosität vieler BewohnerInnen und StadtteilnutzerInnen. Die Inklusion der Moscheen als Teil der Stadtteilführungen und des Stadteilfestes, die Unterstützung des Ramadan-Pavillons und die persönlichen Vernetzungen auf unseren Demokratiekonferenzen freuen mich so besonders, weil ich weiß, wie skeptisch einige von Euch Religion gegenüberstehen.
Fazit: Euer Engagement ist beispielhaft und ihr seid offen für Veränderungen – eine tolle Mischung. Auf die nächsten 30 Jahre!!“

Katty Nöllenburg, ikm – Institut für Konfliktaustragung und Mediation, „Demokratie leben! St. Georg-Borgfelde-Hamm“

http://gw-stgeorg.de/ev2/wp/wp-content/uploads/2017/02/LD_Nr300.pdf

 

Fachtag Gender-Gaga – Aids-Hilfe HH (2017)

30. Jahre Einwohnerverein St. Georg

Die Verächtlichmachung von Frauenrechten und die sexuelle Denunziation, z.B. gegenüber Schwulen, Lesben, Trans*personen wirken noch immer. Oder besser denn je. Die erstarkende Rechte, in Deutschland, in Europa und in den Vereinigten Staaten be-dient sich unter anderem dieser Methoden, um gesellschaftliche Strömungen im Sinne ihrer eigenen Ideologie zu lenken und progressive Bündnisse und Gruppierungen zu schwächen. Thematisch bedient man sich heute etwa der vermeintlichen „Frühsexualisierung“, die scheinbar die Mann-Frau-Kind-Familie gefährdet, wenn Lehrpläne alter-native Rollen- und Lebensformen nicht verschweigen, morgen vielleicht des „Kopftuchmädchens“, das in seiner Existenz offenbar die gesellschaftliche Konformität sabotiert, und übermorgen der Intellektuellen die von „Arbeitenden“ statt von „Arbeitern“ sprechen und damit vorgeblich einer ganzen Generation die kollektive Männlichkeit rauben. 

Wie kann es uns gelingen, diesen Strömungen in all unserer Verschiedenheit und trotz-dem gemeinsam entgegen zu treten? Wir erkennen wir, an welchen Stellen auf subtile Art und Weise versucht wird, einen Keil in unsere Bündnisse und unsere Nachbarschaften zu treiben? 

Dies möchte die Hamburgische Regenbogenstiftung im Rahmen eines Fachtages mit zwei renommierten Autorinnen analysieren und mit den Teilnehmenden diskutieren, um Gegenstrategien zu entwickeln. Der Fachtag soll im Herbst 2017 stattfinden. Moderiert wird der Fachtag von zwei ehrenamtlichen Kurator*innen der Regenbogenstiftung, die im Hauptberuf als Journalisten tätig sind. Kooperationspartner sind die Klosterschule und die African Christian Church.

Hamburger Ramadan Pavillon des Islamischen Bundes Hamburg e.V. (2016)

Zusammenkommen, Beten und Leben in der Nachbarschaft

Anlässlich des islamischen Fastenmonats Ramadan, der im Juni 2016 begann, veranstalteten der Islamische Bund e.V., die Schura e.V., das ikm und viele weitere kooperierende Verbände, Institutionen und Einrichtungen von Freitag, den 10.06.2016 bis Sonntag, den 12.06.2016 zum vierten Mal den "Hamburger Ramadan-Pavillon" auf dem Parkplatz Spadenteich nahe dem Hamburger Hauptbahnhof. Mit dem Zeltaufbau wurde bereits am 18.06.2015 begonnen.

Auch in diesem Jahr verschaffte der gemeinnützige Moschee-Verein der Mehrheitsgesellschaft die Gelegenheit einen Einblick in die RAMADAN-Kultur ihrer muslimischen Mitbürger zu gewinnen- sowohl kulinarisch als auch geistig!

Jeweils ab 16.00 Uhr wurde den Hamburgerinnen und Hamburgern die Gelegenheit gegeben, am Spadenteich zahlreiche Informations- und Aktionszelte, sowie ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen und künstlerischen Darbietungen zu erleben.
In diesem Jahr gab sich auch zum ersten Mal der neue Bezirksamtsleiter von Hamburg-Mitte Herr Falko Droßmann mit einer Begrüßungsrede die Ehre. Aktuelle gesellschaftspolitische Themen wie Flüchtlinge, Jugendbeteiligung, Religionsausübung innerhalb der Schule, Moscheebau u.a. wurden auf der Bühne und in den Aktionszelten auf unterschiedlichste Weise präsentiert und diskutiert. Trotz der EM 2016 kamen zahlreiche Besucher, was wohlmöglich auch damit zusammenhing, dass aktuelle Fußball-Ergebnisse durchgegeben wurden.
Die Beteiligung von zahlreichen muslimischen und nichtmuslimischen Vereinen bei diesem Projekt ist gut gelungen. Neben der Kunsthalle Hamburg konnte auch wieder die evangelische Gemeinde St. Georg-Borgfelde mit eigenen Beiträgen gewonnen werden (weitere Kooperationspartner siehe Werbeflyer).

Frühlingsfest der Wohnunterkunft Eiffestraße 398 (2016)

Ankommen und vernetzen in Hamburg

Am 25.4.2016 wurde von „Fördern und Wohnen“ ein Frühjahrsfest in der Folgeunterkunft Eiffestraße 398, zusammen mit der benachbarten LEB-Unterkunft für alleinreisende geflüchtete Jugendliche veranstaltet. Knapp 200 Personen aus den verschiedensten Ländern erfreuten sich an der Veranstaltung. 

Die Unterkunftsleiterin Pia Scheuermann hatte mit ihren Mitarbeitenden von f&w und gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern der Folgeunterkunft das Fest liebevoll geplant. Unterstützt wurde das Fest in der Planung, Durchführung und Finanzierung auch von „Demokratie leben! St.Georg-Borgfelde-Hamm“. Auch dem hohen Aufgebot an ehrenamtlichen Helfern gebührt alle Achtung. Die vielen Ehrenamtlichen und Freiwilligen des Carlsen Verlags und von „Demokratie leben! St.Georg-Borgfelde-Hamm“ verbreiteten positive Energie und gute Stimmung, sodass der Kontaktaufbau keinem schwer fiel.

 

Trotz der Hamburger Version frühlinghaften Wetters, ließen sich weder BewohnerInnen, noch Ehrenamtliche, oder Angestellte die Partylaune vermiesen. Glücklicherweise stand das Buffet unter noch kurzfristig organisierten Zelten, welche von der Al Nour Moschee spontan zur Verfügung gestellt und aufgebaut wurden. So konnte herzhaft gegrillt und gespeist werden.
Orientalisch gewürzte Reisbällchen reihten sich an Muffins und Zitronenkuchen, neben Bulgur, eingelegtem Gemüse und dem obligatorischen Nudelsalat, der offenbar bei keinem Grillen fehlen darf. Das Essen, welches zum Teil von den BewohnerInnen selbst gekocht wurde, wurde von allen hoch gelobt. 

Unterschiedliche Ess-Kulturen zeigten sich ausschließlich beim Waffeleisen; für Deutsche vielleicht ein typisches Kinderessen, schien es hier für einige Kinder gewöhnungsbedürftig.

Für Action sorgte das Mobile Spielemobil. Das Tau zum Tauziehen wurde kurzerhand zum Springseil und zurück verwandelt, die Kleinen amüsierten sich beim Dosenwerfen und der Fußball bewies einmal mehr, dass Sport verbindet. Während sich einige kleine und große Kinder von den Ehrenamtlichen des Carlsen Verlags beim Kinderschminken bemalen ließen und Spaß bei der Stempelaktion hatten, wurde es draußen allerdings immer kälter. 

Als dann aber Herr Serif Yalman seine Saz und Darbuka anstimmte, wärmte ein heiterer Reigen beim gemeinschaftlichen Tanz und Freudengesängen wieder auf. Die Stimmung war herzlich, offen und ausgelassen. Die Musikanlage, die kurzerhand vom Kulturladen St. Georg ausgeliehen wurde, half dabei kräftig.

Man kam über das Alltägliche, Fremde und Neue ins Gespräch, vergaß auch mal für ausgedehnte Momente die unterschiedlichen Herkünfte oder Alltagssorgen und war einfach nur Mensch. Und es war ein stückweit Ankommen für viele in der neuen Umgebung. Viele Kontakte wurden geknüpft für zukünftigen Austausch, sodass der Beziehungsaufbau für nachhaltige Integration beginnen konnte. 

Positives Interkulturelles Lernen und Leben auf allen Ebenen und für alle Beteiligten. 

Feiern verbindet - auch bei Regen.

Öffentliches Fastenbrechen (2016)

Gemeinsam interkulturell feiern mit den Nachbarn

Am Dienstag den 05.07.2016 feierten viele Hamburger Muslime das Fest des Fastenbrechens. Im Sinne einer gleichberechtigten Beteiligung aller Hamburger Gemeinden am öffentlichen Raum unterstützte „Demokratie leben! St. Georg Borgfelde-Hamm“ die Gruppe in ihrem Anliegen das zentrale Fest ihres Glaubens an einem öffentlichen Standort zu feiern, der genug Platz für alle Teilnehmenden bot. Das Festtagsgebet war ein Erfolg und es gab viel positive Rückmeldung von Feiernden wie von Anwohnenden.